Glück in schwierigen Zeiten – darf das sein?

Jetzt erst recht!

Darf es mir gutgehen, während es anderen weniger gut geht?
Während die Welt im Aufruhr ist?
Während tagtäglich neue Hiobsbotschaften auf uns einprasseln?

Diese Frage tragen im Moment viele in sich. Oft leise. Manchmal mit Schuld im Gepäck.
Als wäre Freude ein Verrat. Als müsste ich mich klein halten, um solidarisch zu sein.

Doch Mitgefühl entsteht nicht aus Erschöpfung.
Ein überlastetes Nervensystem wird nicht empathischer – es wird enger. Unser Körper kennt im Dauerstress nur zwei Wege: kämpfen oder fliehen. Die feinen Nuancen von Verbindung, Zuhören, Mitfühlen gehen dabei verloren. Neurobiologisch ist das ganz schlicht: Wenn wir im Alarmzustand sind, übernimmt das Überlebenssystem. Für Weite, Herz und Mitgefühl braucht es Sicherheit.

Dein Wohlbefinden ist kein Luxus. Es ist eine Ressource.
Wenn es dir gut geht, kannst du präsenter sein. Klarer. Offener.
Nicht nur für dich – auch für andere.

Es ist nicht egoistisch, Kraft zu sammeln.
Es ist verantwortungsvoll.

Vielleicht ist die eigentliche Frage nicht:
„Darf es mir gutgehen?“
Sondern:
„Wie kann ich mir erlauben, gut für mich zu sorgen – damit ich in dieser Welt überhaupt noch weich bleiben kann?“

Dein Lächeln heilt nicht die Welt.
Aber es hält etwas in ihr lebendig.
Und manchmal ist genau das der leise Anfang von Veränderung.

Und während ich diesen Text hier schreibe, es mir gutgehen lasse 😉 in meinem Lieblingskaffee (kleiner Tip: Mokkabaz in Groß-Gerau), fällt mir dieses treffende Gedicht von Marianne Williamson ein…vielleicht kannst du es fühlen?

 

Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzureichend sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir mächtiger sind als wir denken.

Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das uns am meisten erschreckt.

Wir fragen uns, wer bin ich, um brillant, wunderschön, talentiert, fabelhaft zu sein?

Eigentlich, wer bist du, um es nicht zu sein?

Du bist ein Kind der Liebe.

Dein Kleinsein dient nicht der Welt.

Es gibt nichts Erleuchtetes daran, sich kleinzuhalten,

damit sich andere Menschen in deiner Nähe nicht unsicher fühlen.

Wir alle sind dazu bestimmt zu strahlen, wie Kinder es tun.

Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit der Liebe, die in uns ist, zu manifestieren.

Es ist nicht nur in einigen von uns, es ist in jedem.

Und wenn wir unser eigenes Licht leuchten lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis,

dasselbe zu tun.

Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit werden, befreit unsere Präsenz automatisch andere.

 

Genieße dich!

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